AllgemeinBasics

Trockenbürsten verschönt die Haut

Allabendliches Ritual bringt Schwung in die Haut

Schon die alten Inder kannten die Vorzüge dieser Technik und überlieferten sie in ihren ayurvedischen Texten. Einige tausend Jahre später sind es Berühmtheiten aus Hollywood, die das Trockenbürsten neu propagieren, unter ihnen die nicht nur schönheits-,  sondern auch gesundheitsbewußte Gwyneth Paltrow. Für sie, so verkündete sie es in einem Interview, sei das Trockenbürsten ein allabendliches Ritual vor dem Bad und dem Schlafengehen.

Ihre strahlende Haut gibt der Schauspielerin Recht. Wer regelmäßig bürstet, der hält seine Haut rein, lässt kleine Fältchen verschwinden und kann sogar schlaff gewordene Konturen wieder festigen. Das sind freilich nur die oberflächlichen Wirkungen. In der Tiefe sorgt das Trockenbürsten in Richtung Lymphknoten für einen ungehinderten Lymphfluss und fördert damit den Abtransport von Zellmüll.

Sanfte Naturborsten

Das funktioniert nicht nur auf der Körperhaut, sondern auch im Gesicht. Alles, was dafür benötigt wird, ist eine kleine Bürste mit Naturborsten. Die Borsten sollten nicht zu hart sein, aber auch nicht so weich wie etwa die einer Babybürste. Optimal wäre es, wenn die Gesichtshaut nach dem Bürsten ganz leicht gerötet wäre. Dann ist sie stimuliert, aber nicht strapaziert  worden. Natürlich hat das auch mit dem Druck zu tun. Also bitte ganz sanft anfangen und erst einmal ausprobieren, wie die eigene Haut auf die Bürste reagiert. Am Anfang wird sich das ungewohnt anfühlen, aber schon nach kurzer Zeit mögen viele Menschen kaum noch auf das „Striegeln“ verzichten.

 

Los geht es an der Stirn. Von der Nasenwurzel wird mehrmals zum rechten Ohr gebürstet, dann folgt dasselbe auf der linken Seite. Nun den Nasenrücken nach unten abbürsten, bevor man am rechten Wangenknochen ansetzt und leicht aufwärts zum Ohr bürstet. Danach ist die Partie vom Oberkiefer bis zum Ohr dran. Dieselbe Prozedur dann auf der linken Seite wiederholen. Jetzt fehlt noch die Partie unter der Nase über die Lippen zum Kinn. Sie kann wahlweise mit sanften kreisenden Bewegungen gebürstet werden oder von oben nach unten. Zum Abschluss wird entlang der Kinnpartie sozusagen auf dem Knochen bis zum Ohr gebürstet, erst rechts, dann links. Einige sanfte Striche auf dem Hals, von oben nach unten, komplettieren das Ritual. Anschließend kann das Gesicht gereinigt und gecremt werden.

Für feste Konturen

Wie viele Bürstenstriche sind nötig, um einen Effekt zu erzielen? Anfangs reichen einige wenige Striche, die Haut muss ja erst einmal mit der Prozedur bekannt gemacht werden. Später sollten es pro Hautpartie zwischen sieben und zehn Bürstenstriche sein. Das reicht, um die Lymphe in Schwung zu bringen und ihr zu helfen, ihre Reinigungsarbeit im Körper zu leisten. Gleichzeitig wird die Haut besser durchblutet und an der Oberfkläche von toten Hautschüppchen befreit. Wer das Gesicht trockenbürstet, der kann getrost auf Peelingprodukte verzichten.

Für junge Menschen ist das Trockenbürsten eine natürliche und dabei absolut preiswerte Form der Vorbeugung.  Die Bürsten sind nämlich eine Art Sportstudio für die Haut. Aber auch reife Haut profitiert, es dauert nur ein wenig länger. Mit Disziplin können dann aber kleinere Fältchen gemildert und die Konturen am Kinn gefestigt werden. Da die Zellen sich mit zunehmendem Alter langsamer erneuern, kann es bis zu sechs Wochen dauern, bevor sich erste Ergebnisse zeigen.

 

Trockenbürsten ist eine Technik, die dem Körper Schwung und Energie verleicht. Deshalb müssen wir ganz zum Schluss Gwyneth Paltrow in einem Punkt widersprechen. Trockenbürsten ja, aber bitte am Morgen und lieber nicht vorm Schlafengehen