AllgemeinHautalterung

Sonnenschutz – nie ohne Lichtschutzfaktor

Zu viel Sonne lässt uns tatsächlich irgendwann alt aussehen

Man kann vieles tun, um eine schöne Haut zu bekommen oder sie sich zu erhalten. Mindestens ebenso wichtig für eine jugendliche und frische Haut in jedem Alter aber ist es, bestimmte Dinge nicht zu tun. Ganz oben auf der Liste der „no gos“ steht der übermäßige und vor allem ungeschützte Aufenthalt in der Sonne. Zu viel Sonne ist dabei nicht nur ein Garant für vorzeitige Hautalterung, sondern auch ein großer Risikofaktor für die Gesundheit der Haut. Guter Sonnenschutz ist oberste Pflicht.

Um gleich gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es geht nicht um die Frage, ob man überhaupt in die Sonne gehen sollte oder nicht. Natürlich sollte man! Die Sonne ist ein Lebenselixier, das sowohl für den Körper als auch für die Seele unverzichtbar ist. Ob die Sonne den Menschen aber mit ihren Wohltaten, etwa der Bildung von Vitamin D für starke Knochen oder richtig guter Laune verwöhnt, oder ob sie uns eher schadet, das liegt allein am Umgang mit ihr.

Sonnenschäden vermeiden

Eine gewisse Zeit lang darf jeder auch ungeschützt Haut zeigen. Wie lange? Das ist von vielen Faktoren abhängig und kann nicht pauschal beantwortet werden. Der Hautton hat ebenso damit zu tun, wie das Alter oder auch der Aufenthaltsort und die Tageszeit. Ein extrem hellhäutiges Baby etwa, das mit den Eltern am Strand ist, muss quasi ab der ersten Sekunde geschützt werden. Eine erwachsene Südeuropäerin, die morgens einkaufen geht, kann dagegen mit Sicherheit eine ganze Stunde ohne Sonnencrème auf dem Markt unterwegs sein, ohne dass die Haut ihr das übel nimmt. Vereinfacht dargestellt ist die Eigenschutzzeit der Haut genau die Zeit, die ungebräunte Haut ohne Sonnenschutz in der Sonne sein kann, ohne zu verbrennen.

Diese individuelle Zeitspanne kann mit Sonnenschutzprodukten verlängert werden. Auch der Aufenthalt im Schatten sowie leichte Kleidung helfen der Haut über den Sommer. Allerdings, weder Schatten noch Kleidung schützen die Haut hundertprozentig vor den Strahlen. Und auch das ist für schönheitsbewusste Menschen wichtig: Zu viel Sonne rächt sich nicht nur kurzfristig mit gereizter Haut oder gar einem Sonnenbrand. Viele Schäden, die UV-Strahlen verursachen, werden erst Monate oder Jahre später sichtbar. Etwa 80 Prozent aller Hautschäden in der Hautstruktur, so schätzen Experten inzwischen, gehen auf zu viel Sonne zurück. Die Strahlen sind die Ursache für eine vermehrte Bildung von freien Radikalen. Diese äußerst aggressiven Sauerstoffmoleküle wirken zerstörerisch in der Haut. So aktivieren sie, um nur ein Beispiel zu nennen, Enzyme, die das Bindegewebe angreifen und Kollagen abbauen.

Disziplin beim Sonnenschutz

Was also tun? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Sich so früh wie möglich und so konsequent wie möglich vor zu viel Sonne schützen. Das erfordert vor allem anfangs Disziplin. Vor einem längeren Aufenthalt in der Sonne sollten zumindest das Gesicht und die Hände gut eincremt werden. Das gilt natürlich auch für alle anderen Hautpartien, die der Sonne ausgesetzt werden. Wer in offenen Schuhen unterwegs ist, sollte also die Füße nicht vergessen. Auch der Nacken und die Ohren werden oft vernachlässigt. Wer nicht oder zumindest nicht nur auf kosmetische Produkte vertrauen möchte, der kann sich bis zu einem gewissen Grad auch durch Kleidung schützen. Ein Hut sorgt im Gesicht für Schatten, am Körper verlängern Textilien die Eigenschutzzeit der Haut. Wichtig ist außerdem, auch die Haare und die Augen zu schützen.

 

Viele Pflegecremes beinhalten heute bereits einen Sonnenschutz und Lichtschutzfaktor. Wer sich aber mit Spezialprodukten absichern möchte, der sollte darauf achten, dass die Haut damit sowohl vor UVB- als auch vor UVA-Strahlen geschützt wird. Je höher der Lichtschutzfaktor (LSF), desto deutlicher wird die Eigenschutzzeit verlängert. Ob das Pflegeprodukt dann als Öl, als Milch, als Spray oder als Lotion verwendet wird, ist von der Wirkung her unerheblich und kann ganz dem eigenen Geschmack überlassen werden.