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Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen oder fachsprachlich auch Striae Cutis Distensae sind auf der Haut als Veränderung sichtbar, die sich streifenartig unter der obersten Hautschicht abzeichnet und  bei neuer Erscheinung rot schimmert. Sie treten bei starker Dehnung von Gewebe auf, vor allem bei Wachstum, starker Gewichtszunahme und Schwangerschaft.

Die Streifen entstehen durch Einrisse im Bindegewebe der Subkutis, diese Gewebsschicht ist für die Elastizität der Haut verantwortlich. Wird sie stark durch zunehmendes Fettgewebe beansprucht, reißen die Fasern ein und zeichnen sich rot-bläulich sichtbar ab. Diese Färbung entsteht, da die unter der Subkutis liegenden Blutgefäße durchschimmern. Nach einiger Zeit vernarbt die Haut und die Streifen bleibt als helle Narbe zu erkennen.

An den auftretenden Stellen ist das Bindegewebe dauerhaft geschädigt und weniger elastisch, dieses Gewebsdefizit ist auch nach Vernarbung noch deutlich zu fühlen. Es ist meist eine dauerhafte, mit den Jahren rückläufige Einkerbung unter der Haut zu spüren. Handelt es sich um eine hypertrophe (erhöhte) Vernarbung können auch hervorquellende Wulste gefühlt werden.

Vermehrt treten Dehnungsstreifen an Bauch, Hüften, Gesäß, Oberschenkeln, Oberarmen und bei heranwachsenden Frauen an den Brüsten auf, da diese Stellen durch das Wachstum und die Gewichtszunahme am meisten beansprucht sind.

Allerdings sind die Streifen nicht grundsätzlich als krankhaft einzustufen, gelten aber als Schönheitsmakel. Die Behandlung kann rein konservativ mit Anwendung von Cremes verlaufen. Als Alternative können auch Laserbehandlungen zur Abflachung von hypertrophem Narbengewebe angewandt werden

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