AllgemeinBasics

Faltenvermeidung – Vorbeugung und Schutz

Faltenvermeidung in jedem Lebensalter

Die Haut  individuell und gezielt unterstützen. Ob man es mag oder nicht, ob man es (schon) sieht oder nicht: Etwa ab dem 25. Geburtstag beginnt die Haut zu altern. Sie hat ihren Höhepunkt an Frische, Feuchtigkeit, Elastizität und Straffheit dann überschritten und beginnt – ganz langsam –  abzubauen. Das lässt sich leider auch immer noch nicht verhindern, aber, und das ist die gute Nachricht, es lässt sich deutlich verzögern. Inzwischen steht nämlich fest, dass Linien und Falten nicht nur eine Frage der Jahre sind, sondern dass auch die Faltenvermeidung,  Pflege und die Lebensführung eine große Rolle spielen.

 

Die 20er: Faltenvermeidung und Schutz

 

Die große Party zum 25sten ist also vorbei und der Schlafmangel nach der durchfeierten Nacht ist aufgeholt. Dann kann die Haut ja ab sofort „altersgerecht“ gepflegt werden. In den zwanziger Jahren bedeutet das, sie neben  Faltenvermeidung konsequent mit Feuchtigkeit zu versorgen und gleichzeitig vor schädigenden Einflüssen zu schützen. Spätestens jetzt sollte Nikotin ganz oben auf der Liste der Hautfeinde stehen. Ein leichter Sonnenschutz gehört nun zum täglichen Pflichtprogramm für alle, die sich viel im Freien aufhalten oder etwa mit dem Rad zur Arbeit fahren. Auch die Belastungen aus der Umwelt haben es in sich. Da die Haut bereits ab etwa 17 Uhr in ihren Regenerationsmodus umschaltet, lohnt es sich, gleich nach Feierabend das Gesicht zu waschen und die Nachtpflege aufzutragen – natürlich nur, wenn man am Abend nichts vorhat. Für Nachtschwämer gilt jetzt: Wer lange feiern kann, kann sich auch abschminken. Ansonsten muss man sich leider auf lange Sicht eine schöne Haut abschminken!

 

Die 30er: Stresskiller und Wachmacher

 

Eines Morgens wacht man auf und ringsum tobt das richtige Leben. Die Karriere ist in Fahrt gekommen, das erste Kind ist da und die Gespräche mit der Hypothekenbank stehen an. Upps, und was ist da plötzlich im Spiegel zu sehen? Ein Fältchen! Der Stress des ganz normalen Alltags beginnt sich jetzt auf der Haut zu zeigen. Was sie nun neben reichhaltigeren Feuchtigkeitsprodukten braucht, sind beruhigende Wirkstoffe und Produkte mit einer großen Portion an Antioxidantien. Um das Budget nicht unnütz zu belasten, wäre jetzt eine Hautanalyse oder eine gute Fachberatung ratsam, um das maßgeschneiderte Pflegeprodukt zu finden. Dazu könnte auch ein erstes Serum gehören, dass einer müde wirkenden Haut einen Energie- und Frischekick verleiht.

 

Die 40er: Vitamine und Enzyme

 

In dieser Lebensphase zeigen sich langsam die Pflegesünden aus der Vergangenheit. Zu viel Sonne, zu viel Party, zu viel Stress, zu wenig Schlaf, keine Faltenvermeidung. Die Fältchen, die sich vor Kurzem noch von selbst geglättet haben, scheinen sich nun zu etablieren. Höchste Zeit, den Regenerationsmodus der Zellen zu unterstützen! Dazu gehört ein erholsamer Schlaf, dazu gehört aber auch eine kräftige Portion an Vitaminen. Ganz vorneweg marschiert dabei das Vitamin A, das sich als „Retinol“ einen Namen in der Kosmetik gemacht hat. Inzwischen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Retinol die Kollagenbildung anregt, Fältchen glättet und Pigmentflecken mildert. Wichtig ist darüber hinaus, die Haut jetzt auch mit Vitamin C zu versorgen. Dadurch wird der Abbau von elastinen Fasern in der Haut vermindert. Um die Reparaturenzyme zu unterstützen, die nachts aktiv sind, braucht die Haut weiterhin auch viel Feuchtigkeit. Die steckt einerseits in der richtigen Kosmetik, andererseits ist es nun aber auch unerlässlich, mehr Wasser zu trinken und viel Obst und Gemüse auf den Tisch zu bringen.

 

Die 50er: Hormone und Zucker

 

Die Wechseljahre stellen die Haut vor neue Herausforderungen. Bislang hat das Östrogen die Haut unterstützt, doch das nimmt nun kontinuierlich ab. Jetzt sind es nicht nur Fältchen und Falten, die das Älterwerden sichtbar machen. Da die Haut an Fett und an Dichte verliert, leiden nun auch die Konturen. Dem kann jedoch von innen und außen entgegengewirkt werden. Lebensmittel mit vielen pflanzlichen Östrogenen sind in der Lage, einen höheren Hormonspiegel zu imitieren. Also zum Beispiel öfter mal getrocknete Aprikosen und Datteln naschen und regelmäßig Leinsamen auf den Joghurt streuen! Weniger Zucker oder sogar der Verzicht darauf wäre ebenfalls ratsam. Es hat sich herausgestellt, dass Zucker die kollagenen Fasern verklebt und damit zur Alterung der Haut beiträgt. Die Pflegeprodukte in dieser Lebensphase sollten Wirkstoffe enthalten, die die Zellteilung beschleunigen und die Bildung elastischer Fasern unterstützen.

 

Die 60er und darüber hinaus: Mit System und einigen Extras liebevoll pflegen

 

Ab 60 hat die Haut es verdient, verwöhnt zu werden. Jetzt sollte nur das Beste gut genug sein. Das heißt jedoch nicht, dass Hauptpflege ein Vermögen kosten muss. Wichtig ist, dass regelmäßig und mit System gepflegt wird. Den unterschiedlichen Bedürfnissen von Tag (Schutz) und Nacht (Regeneration) sollte mit unterschiedlichen Cremes entsprochen werden, 24-Stunden-Produkte sind jetzt passé. Auch ein Serum und eine Augencreme gehören nun zum täglichen Pflegeritual. Darüber hinaus lohnt es sich, mit Masken auf Probleme  wie etwa erweiterte Äderchen oder Pigmentflecken zu reagieren. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Bewegung an frischer Luft und ein möglichst weitgehender Verzicht auf Zucker tun ein Übriges für eine gesunde, gepflegte Haut auch im höheren Alter. Wer die Zeit dafür hat, wird sich mit Gesichtsgymnastik viel Gutes tun.